EINBLICK IN DAS RIETBERGER KLIMAMANAGEMENT

Bericht der Praktikantin Karen Busche zum Tag der Elektromobilität

Klimaschutzmanager_in : Koordinieren kommunale Aktivitäten und Projekte zur Energie- und Emissionseinsparung und informieren die Öffentlichkeit über Klimaschutzmaßnahmen“

Dies finde ich unter der Rubrik „Beruf und Karriere – Perspektiven nach dem Bachelor-Studium“ meines Studiengangs. Ein Blick auf die Universitätswebsite lohnt sich also auch nach Abschluss des Studiums, wenn man mal wieder (wie nach dem Abitur) vor der Frage steht, wie es beruflich weitergehen soll und wo man sich in ein paar Jahren sieht.

Im Sommersemester 2019 habe ich den Bachelor of Science in „Umweltwissenschaften“ an der Leuphana Universität in Lüneburg abgeschlossen. In den letzten 4 Jahren habe ich mich intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit aus wissenschaftlicher und persönlicher Perspektive beschäftig. Mein Schwerpunkt: Stadt- und Regionalentwicklung. Klima, der Klimawandel, die Klimakrise (wie sie in Nachhaltigkeitskreisen bereits verschärfend und zu Recht benannt wird) sowie Klimafolgenanpassung sind zentrale Themen, die im Studium immer wieder aufgegriffen wurden.

Seit Anfang September kann ich mein Wissen aus dem Studium beim Praktikum im Rietberger Klimamanagement  anwenden und täglich erweitern. Die Stadt Rietberg, die in meinen Augen bisher lediglich Ziel von Fahrradtouren von meiner Heimatstadt Rheda-Wiedenbrück aus war, sehe ich nun als Vorbildkommune in Sachen Klimaschutz.

Zum Einstieg ins Praktikum Anfang September stand der Tag der Elektromobilität an. An Planungsvorbereitungen konnte ich bereits Ende Juli teilnehmen: Das Organisationsteam um Klimamanagerin Svenja Schröder und Mitarbeiter*innen aus Touristik und Wirtschaftsförderung hatte hier schon bis zu diesem Zeitpunkt jede Menge Vorarbeit geleistet. Die Akquise von Aussteller*innen und Unterstützenden für den Veranstaltungstag war bereits in vollem Gange, ebenso wie die Planung der örtlichen Gegebenheiten. Dann kam ich als Praktikantin dazu und konnte letzte organisatorische und inhaltliche Beiträge leisten. Zusammen mit dem BUND, PowerShift e.V. und engagierten Schülerinnen des Nepomucenum Gymnasiums konnte ich am Tag selbst Bürger*innen der Stadt zum Thema „Folgen für Umwelt, Mensch und Ressourcen“ informieren. Dazu hatte ich mich im Vorfeld ausgiebig über Rohstoffe wie Lithium und Cobalt und deren Bedarf und Abbau informiert und hierzu eine kleine Ausstellung vorbereitet. Darüber hinaus blieb Zeit zum Diskutieren, zum Austausch, Netzwerken und nicht zuletzt zum Mitmachen! 

Mein Fazit für diesen Tag bleibt das Fazit meiner Ausstellung: Verkehrswende! Rohstoffwende!

Und einig war ich mir auch mit vielen Besucher*innen darüber, dass wir in der Diskussion über Elektromobilität bitte alle nicht die Suffizienz* vergessen – weniger ist mehr! So war mein Highlight nicht etwa der Audi E-Tron mit seinen 400 PS, sondern das E-Bobby Car 🙂 Weiter gilt: Klimaschutz hat kein Wochenende!

Liebe Grüße von Karen

*Suffizienz = „Weniger produzieren und konsumieren: Mehr nutzen statt besitzen, Genügsamkeit üben und sich vom Wohlstandsmüll befreien“ (Quelle: https://www.genug.org/suffizienz/).

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